👔 Gewerbeversicherungen

D&O Versicherung in Berlin

Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte haften bei Pflichtverletzungen persönlich – mit ihrem gesamten Privatvermögen. Die D&O Versicherung (Directors & Officers Liability Insurance) sichert diese persönlichen Haftungsrisiken ab. Als unabhängiger Versicherungsmakler vergleiche ich über 200 Versicherer und finde den passenden Schutz.

Sven Chalupa – IHK-registrierter Versicherungsmakler für D&O Versicherung in Berlin
Sven Chalupa
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D&O Versicherung – Schutz für Organmitglieder und Entscheidungsträger

Die D&O Versicherung schützt Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte vor den finanziellen Folgen persönlicher Haftungsansprüche, die sich aus ihrer Organstellung ergeben.

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Haftung – Geschäftsführer haften bei Pflichtverletzungen persönlich mit ihrem gesamten Privatvermögen
2 Mio.+
GmbHs in Deutschland – jeder Geschäftsführer kann von Haftungsansprüchen betroffen sein
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startet eine D&O Versicherung pro Monat (kleine GmbH) – ein kleiner Preis für den Schutz des Privatvermögens

Die D&O Versicherung (Directors & Officers Liability Insurance, auch Managerhaftpflicht- oder Organhaftpflichtversicherung) ist eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organmitglieder von Unternehmen. Sie schützt Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte und andere Führungskräfte vor persönlichen finanziellen Folgen, die aus Pflichtverletzungen in ihrer Organstellung resultieren können.

Zwei Haftungsrichtungen sind besonders relevant:

  • Innenhaftung (Organhaftung): Die Gesellschaft macht ihren eigenen Geschäftsführer oder Vorstand für Pflichtverletzungen haftbar. Beispiele: Verletzung der Sorgfaltspflicht nach § 43 GmbHG bzw. § 93 AktG, unzulässige Auszahlung von Gesellschaftsvermögen, Wettbewerbsverstöße oder mangelnde Aufsicht über Mitarbeiter.
  • Außenhaftung: Dritte – also Gläubiger, Mitarbeiter, Behörden oder Aktionäre – machen das Organmitglied direkt für Schäden haftbar. Beispiele: Insolvenzverschleppung, Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen (§ 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 266a StGB), existenzvernichtende Eingriffe oder Prospekthaftung.

Die D&O Versicherung ist besonders relevant für: GmbH-Geschäftsführer, Vorstände von Aktiengesellschaften, Geschäftsführer von UGs, Aufsichtsräte, Vorstände von Vereinen und Stiftungen, Start-up-Gründer mit Investoren sowie Unternehmen mit mehreren Entscheidern. Grundsätzlich kann jedes Organmitglied einer Kapitalgesellschaft von Haftungsansprüchen betroffen sein – unabhängig von der Unternehmensgröße.

Wichtig: Die D&O Versicherung ist keine Pflichtversicherung, aber in der Praxis unverzichtbar. Bei Kapitalgesellschaften haftet zwar grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen – doch bei Pflichtverletzungen des Geschäftsführers greift die persönliche Haftung. Und auch die Gesellschaft selbst kann ihren Geschäftsführer in Regress nehmen, etwa wenn Insolvenzverwalter oder Gesellschafter entsprechende Ansprüche geltend machen. In Kombination mit der Betriebshaftpflicht entsteht so ein umfassender Schutz für Unternehmen und deren Führungskräfte.

Innenhaftung vs. Außenhaftung – was bedeutet das?

Beide Haftungsrichtungen können das Privatvermögen von Organmitgliedern gefährden. Die D&O deckt beide ab.

Innenhaftung (Organhaftung) …

  • Gesellschaft macht Organmitglied für Pflichtverletzungen haftbar
  • Geschäftsführer haftet für Verletzung der Sorgfaltspflicht (§ 43 GmbHG, § 93 AktG)
  • Insolvenzverwalter kann Regressansprüche geltend machen
  • Gesellschafter können Geschäftsführer auf Schadensersatz verklagen
  • Typische Fälle: Unzulässige Zahlungen, mangelnde Aufsicht, Wettbewerbsverstöße

Außenhaftung …

  • Dritte machen Organmitglied direkt haftbar
  • Gläubiger, Mitarbeiter, Behörden, Aktionäre
  • Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen (§ 266a StGB)
  • Insolvenzverschleppung (§ 15a InsO)
  • Existenzvernichtende Eingriffe, Prospekthaftung

⚠ Vorsicht – häufige Missverständnisse

  • Die GmbH schützt nicht automatisch vor persönlicher Haftung – bei Pflichtverletzungen haftet der Geschäftsführer persönlich
  • Die D&O deckt keine vorsätzlichen Straftaten – sie sichert fahrlässig verursachte Pflichtverletzungen
  • Die D&O ist keine Betriebshaftpflicht – sie schützt die Person, nicht das Unternehmen vor Drittansprüchen (dafür: Betriebshaftpflicht)
  • Freistellung durch die Gesellschaft ersetzt keine D&O – im Insolvenzfall kann die Gesellschaft nicht mehr freistellen

Direktabschluss vs. Versicherungsmakler — wo liegt der Unterschied?

Bei der D&O ist die Wahl des richtigen Tarifs besonders wichtig – hier sind die Bedingungsunterschiede zwischen Versicherern besonders groß.

💻 Direktabschluss / Standard-Tarif

  • Standard-Tarife ohne Anpassung an Ihr Risikoprofil
  • Selbstbeteiligung und Ausschlüsse werden oft nicht erklärt
  • Keine Beratung zu Versicherungssumme, versicherten Personen und Deckungslücken
  • Bei Schadenfall: Keine Unterstützung bei der Schadensabwicklung
  • Unterdeckung wird erst im Schadenfall sichtbar

🤝 Unabhängiger Versicherungsmakler

  • Vergleicht über 200 Versicherer — nicht nur die mit höchster Provision
  • Prüft Tarifbedingungen: SB-Klauseln, Claims-made vs. Occurrence, Ausschlüsse
  • Individuelle Empfehlung basierend auf Rechtsform, Branche, Risikostruktur
  • Schadenshilfe: Makler begleitet Sie bei der Meldung und Durchsetzung
  • Jährliche Überprüfung: Wächst das Unternehmen, wächst der Versicherungsschutz mit
„Bei der D&O entscheidet nicht der Preis über die Qualität – sondern die Bedingungen. Ein scheinbar günstiger Tarif kann im Schadenfall leer ausgehen, wenn zentrale Klauseln fehlen.“

Für wen ist die D&O Versicherung besonders relevant?

Jede Rechtsform und Unternehmensgröße hat spezifische Haftungsrisiken. Diese Übersicht hilft Ihnen einzuschätzen, ob D&O für Sie wichtig ist.

👔 GmbH-Geschäftsführer
Haftungsrisiko: Persönliche Haftung bei Pflichtverletzungen nach § 43 GmbHG
Besonderheit: Insolvenzverwalter können Regressansprüche geltend machen
💡 Tipp: D&O ist besonders relevant, nicht obligatorisch – aber wirtschaftlich dringend empfehlenswert
🏛 Vorstand AG
Haftungsrisiko: Strengere Sorgfaltspflichten nach § 93 AktG, entlastungsfremde Beschlüsse
Besonderheit: Gesetzlicher Anspruch auf D&O (§ 93 Abs. 2 AktG)
💡 Tipp: D&O-Versicherung ist für AG-Vorstände gesetzlich vorgesehen
🚀 Start-up mit Investoren
Haftungsrisiko: Investoren fordern oft D&O als Voraussetzung für Finanzierung
Besonderheit: Venture-Capital-Sondertarife oft deutlich günstiger
💡 Tipp: D&O vor der ersten Finanzierungsrunde abschließen
👁 Aufsichtsrat / Beirat
Haftungsrisiko: Überwachungspflichten, Zustimmungsvorbehalte
Besonderheit: Auch ehrenamtliche Aufsichtsräte haften persönlich
💡 Tipp: Aufsichtsratshaftung explizit in der D&O einschließen
🏢 UG-Geschäftsführer
Haftungsrisiko: Gleiche Pflichten wie GmbH-Geschäftsführer, aber geringeres Gesellschaftsvermögen
Besonderheit: Geringeres Stammkapital erhöht das persönliche Risiko
💡 Tipp: D&O ist bei UGs besonders wichtig – geringes Kapital, volles Haftungsrisiko
🤝 Verein / Stiftung
Haftungsrisiko: Vorstandsmitglieder haften für pflichtwidriges Verhalten
Besonderheit: Ehrenamtliche Vorstände haften ebenfalls – D&O schützt auch hier
💡 Tipp: Ehrenamtshaftung nicht unterschätzen – D&O für Vereine ist erschwinglich

Worauf Sie beim D&O-Tarif achten sollten

Die Bedingungsunterschiede zwischen D&O-Tarifen sind besonders groß. Diese Kriterien sind entscheidend.

Deckungssumme: Mindestens 1–5 Mio. €, für größere Unternehmen 5–10 Mio. € oder mehr
Claims-made vs. Occurrence: Claims-made (häufig) leistet nur bei Meldung während Laufzeit + Nachmeldefrist
Selbstbeteiligung: Höhe und Art prüfen – zu hohe SB kann Schutz aushöhlen
Versicherte Personen: Alle Organe + leitende Angestellte einschließen
Innen- und Außenhaftung: Beide Richtungen müssen abgedeckt sein
Ausschlüsse: Vorsatz, wissentliche Pflichtverletzung, Körperverletzung prüfen
Nachmeldefrist: Bei Claims-made: Wie lange können Sie Schäden nach Vertragsende melden?
Regressverzicht: Verzichtet die Gesellschaft auf Regressansprüche gegen das Organmitglied?
Compliance-Ausschluss: Manche Tarife schließen Compliance-Verstöße aus – kritisch prüfen
Start-up-Klausel: Spezielle Bedingungen und Vergünstigungen für junge Unternehmen

Unsicher, ob Ihre D&O-Versicherung wirklich alle Haftungsrisiken abdeckt? Lassen Sie Ihren Schutz prüfen – kostenlos und unverbindlich.

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Was kostet eine D&O Versicherung?

Die Kosten hängen von der Unternehmensgröße, der Branche und der Deckungssumme ab. Ein Vergleich über mehrere Versicherer ist ratsam.

Preisbeispiele nach Unternehmensgröße

Die Beitragsspannen sind groß – von günstigen Start-up-Tarifen bis zu höheren Beiträgen bei komplexen Konzernstrukturen:

ab 50 € / Monat
Kleine GmbH / UG, 1–5 Mitarbeiter, 1 Mio. € Deckung
ab 150 € / Monat
Mittelständische GmbH, bis 50 Mitarbeiter, 5 Mio. € Deckung
ab 500 € / Monat
Größeres Unternehmen / AG, 10 Mio. € Deckung, mehrere Organe

Was den Beitrag beeinflusst

  • Unternehmensgröße: Umsatz, Bilanzsumme, Mitarbeiterzahl
  • Branche: Finanzdienstleister zahlen mehr als Handwerks-GmbHs
  • Deckungssumme: 1 vs. 10 Mio. € macht deutlichen Preisunterschied
  • Versicherte Personen: Mehr Organe = höherer Beitrag
  • Selbstbeteiligung: SB senkt den Beitrag – aber im Schadenfall zahlen Sie mit
  • Schadenverlauf: Schadenfreiheit kann Rabatte bringen
  • Start-up-Status: Venture-Capital-Sondertarife oft deutlich günstiger

Tipp: Start-ups mit Investoren sollten D&O frühzeitig abschließen – Sondertarife sind deutlich günstiger als nachträglicher Abschluss.

Typische Fehler bei der D&O Versicherung

Diese Fehler sehe ich in der Praxis regelmäßig – und sie können im Haftungsfall das Privatvermögen gefährden.

Häufige Fragen zur D&O Versicherung

Die wichtigsten Fragen und Antworten – kompakt und verständlich erklärt.

Die D&O Versicherung (Directors & Officers Liability Insurance) schützt Organmitglieder wie Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte vor persönlichen Haftungsrisiken, die sich aus ihrer Tätigkeit für das Unternehmen ergeben. Sie deckt sowohl Innenhaftung (Ansprüche der Gesellschaft gegen das Organmitglied) als auch Außenhaftung (Ansprüche Dritter). Typische Pflichtverletzungen umfassen Verletzung der Sorgfaltspflicht, unzulässige Auszahlung von Gesellschaftsvermögen, Insolvenzverschleppung oder Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen.
Eine D&O Versicherung ist besonders relevant für GmbH-Geschäftsführer, Vorstände von AGs, Aufsichtsräte, Geschäftsführer von UGs, Vorstände von Vereinen und Stiftungen sowie Start-up-Gründer mit Investoren. Grundsätzlich kann jedes Organmitglied einer Kapitalgesellschaft von Haftungsansprüchen betroffen sein – unabhängig von der Unternehmensgröße. Besonders wichtig wird D&O, wenn mehrere Entscheider im Unternehmen agieren oder Investoren involviert sind.
Die Innenhaftung betrifft Ansprüche der eigenen Gesellschaft gegen das Organmitglied – etwa bei Pflichtverletzungen, die der Gesellschaft einen Schaden zugefügt haben. Die Außenhaftung betrifft Ansprüche Dritter wie Gläubiger, Mitarbeiter oder Behörden gegen das Organmitglied. Beide Haftungsrichtungen werden von der D&O Versicherung abgedeckt, allerdings oft mit unterschiedlichen Deckungssummen und Bedingungen.
Nein, die D&O Versicherung ist nicht allgemein gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt jedoch eine gesetzliche Regelung für Aktiengesellschaften, nach der der Vorstand Anspruch auf eine angemessene D&O-Versicherung hat (§ 93 Abs. 2 AktG). Für GmbHs besteht keine gesetzliche Pflicht, aber in der Praxis verlangen Investoren und Fördergeber oft eine D&O-Versicherung als Voraussetzung für ihre Beteiligung.
Die Deckungssumme richtet sich nach der Größe des Unternehmens, dem Risikoprofil und den möglichen Schadenshöhen. Für kleine und mittelständische Unternehmen sind 1–5 Millionen Euro üblich. Größere Unternehmen oder solche mit hohem Haftungsrisiko sollten 5–10 Millionen Euro oder mehr wählen. Wichtig: Die Deckungssumme sollte mindestens die Bilanzsumme des Unternehmens abdecken können.
Die Kosten einer D&O Versicherung hängen von der Unternehmensgröße, der Anzahl der versicherten Personen, der Branche, der Deckungssumme und der Selbstbeteiligung ab. Für eine kleine GmbH starten die Beiträge oft ab ca. 50–100 € monatlich. Mittelständische Unternehmen zahlen typischerweise 150–500 € monatlich. Start-ups mit Venture-Capital können günstigere Sondertarife nutzen. Ein individueller Vergleich über mehrere Versicherer ist ratsam.

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Fachlich geprüft von Sven Chalupa, IHK-registrierter Versicherungsmakler (D-OWVA-2EQX5-48). Stand: Juni 2026. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Versicherungsbedingungen variieren je nach Anbieter und Tarif. Für eine verbindliche Einschätzung kontaktieren Sie mich gerne.