Ein einziger unachtsamer Moment kann existenzbedrohende Folgen haben – die meisten Deutschen sind trotzdem unzureichend abgesichert.
In Deutschland gilt das Verschuldensprinzip: Wer vorsätzlich oder fahrlässig einen Schaden verursacht, muss den Schadensersatz leisten – und zwar in unbegrenzter Höhe. Das gilt für Personenschäden ebenso wie für Sach- und Vermögensschäden. Ein einziger Ausrutscher auf dem Gehweg, ein umgestoßener Laptop, ein verursachter Parkrempler – die Kosten können schnell in die Zehntausende oder sogar Millionen gehen.
Besonders tückisch: Bei Personenschäden können lebenslange Rentenzahlungen angeordnet werden. Ein schwerer Verkehrsunfall mit Dauerschaden kann die Haftungsgrenze von mehreren Millionen Euro überschreiten. Wer dann nur eine Deckungssumme von einer oder drei Millionen Euro hat, haftet für den Rest selbst – mit seinem gesamten aktuellen und zukünftigen Vermögen.
Die Privathaftpflichtversicherung ist daher eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt – und das nicht nur für Eigenheimbesitzer oder Familien. Auch als Single oder Mieter können Sie schnell in die Haftung geraten: ein umgefallener Blumenkasten vom Balkon, ein verschütteter Kaffee auf dem Laptop des Kollegen, ein unverschuldeter Roller-Unfall. Die Haftpflicht übernimmt die Prüfung der Schadensersatzansprüche, wehrt unberechtigte Forderungen ab und reguliert berechtigte Ansprüche.
Auch Kinder und Haustiere können Schäden verursachen, für die die Eltern oder Tierhalter haften. Gute Privathaftpflichttarife schließen diese Risiken automatisch ein – vom Radfahrer- über den Reiterschaden bis zum Hunde- oder Katzenhalterrisiko.